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Laser-Glossar

Von 755 nm über Fluenz, Fitzpatrick-Hauttypen und Pikosekunde bis Ghosting: Alle wichtigen Fachbegriffe der Tattooentfernung, Pigment- und Haarentfernung verständlich erklärt.

755 nm (Alexandrit)
Wellenlänge mit sehr hoher Melaninabsorption. Goldstandard für Haarentfernung bei hellen bis mittleren Hauttypen sowie für grüne und blaue Tattoopigmente.
1064 nm (Nd:YAG)
Lange Wellenlänge mit größerer Eindringtiefe und geringerer epidermaler Absorption. Sicher bei dunklen Hauttypen und stark bei tiefliegendem schwarzem Pigment.
532 nm (KTP)
Frequenzverdoppelte Nd:YAG-Wellenlänge für oberflächennahe rote, orange und braune Pigmente sowie Sonnenflecken.
Pikosekunde (Pico)
Impulsbreite im Billionstel-Sekunden-Bereich. Wirkt überwiegend photoakustisch, zerkleinert Pigment feiner und reduziert die thermische Belastung der Haut.
Nanosekunde (Q-Switch)
Impulsbreite im Milliardstel-Sekunden-Bereich. Überwiegend photothermische Wirkung, weiterhin stark bei dichtem, tiefliegendem Schwarzpigment.
Photoakustischer Effekt
Druckwelle durch extrem kurze Lichtimpulse, die Pigmentpartikel mechanisch zertrümmert, statt sie primär zu erhitzen.
Selektive Photothermolyse
Grundprinzip der Lasertherapie: Ein Zielchromophor absorbiert Energie stärker als das Umgebungsgewebe und wird selektiv zerstört.
Chromophor
Lichtabsorbierende Zielstruktur – bei Haarentfernung Melanin, bei Tattoos das eingebrachte Pigment, bei Gefäßen Hämoglobin.
Fluenz (J/cm²)
Energiedichte pro Fläche. Praxisrelevanter als die Spitzenleistung, weil sie die tatsächliche Wirkung im Gewebe beschreibt.
Spotgröße
Durchmesser des Laserstrahls auf der Haut. Größere Spots dringen tiefer ein und verkürzen die Behandlungszeit, benötigen aber mehr Leistung.
Fitzpatrick-Hauttypen
Skala von I (sehr hell) bis VI (sehr dunkel). Bestimmt Wellenlängenwahl, Fluenz und Sicherheitsabstände.
Kontaktkühlung
Aktive Kühlung der Hautoberfläche während der Behandlung. Schützt die Epidermis, erhöht den Komfort und erlaubt höhere Energien.
Frosting
Kurzzeitige weiße Verfärbung nach der Tattoobehandlung durch entstehende Gasbläschen. Normale, vorübergehende Reaktion.
Ghosting
Verbleibender heller Schatten nach der Tattooentfernung, meist durch Pigmentreste oder Texturveränderung der Haut.
Kirby-Desai-Skala
Bewertungssystem zur Prognose der Sitzungszahl bei der Tattooentfernung – berücksichtigt Hauttyp, Lokalisation, Farbe, Pigmentmenge und Vorbehandlung.
Postinflammatorische Hyperpigmentierung (PIH)
Dunkle Verfärbung nach einer Hautreizung. Risiko steigt bei zu hoher Energie und dunkleren Hauttypen.
Anagenphase
Wachstumsphase des Haares. Nur in dieser Phase ist die Haarwurzel für die Laserbehandlung gut angreifbar – daher mehrere Sitzungen im Abstand von Wochen.
Carbon Peeling
Behandlung mit aufgetragener Kohlesuspension, die Laserenergie aufnimmt und oberflächliche Verunreinigungen sowie abgestorbene Hautzellen löst.
Skin Rejuvenation
Sanfte Laserbehandlung zur Anregung der Kollagenneubildung und Verfeinerung des Hautbildes ohne Ablation.
PMU / Microblading
Permanent Make-up beziehungsweise Härchenzeichnung mit Pigment. Entfernung erfordert besonders vorsichtige Parameter wegen möglicher Farbumschläge.
Farbumschlag
Verfärbung von PMU-Pigmenten (z. B. zu Grau oder Orange) durch Laserenergie. Ein Testareal vor der Behandlung ist deshalb Pflicht.
Lymphatischer Abtransport
Der Körper entfernt zertrümmerte Pigmentpartikel über das Lymphsystem – der Grund für Behandlungsintervalle von sechs bis acht Wochen.